Verhalten der Frettchen

 

Die meiste Zeit des Tages (ca. 13-18 h) schlafen Frettchen, dafür sind sie die restliche Zeit sehr aktiv. Sie lieben es in Taschen, Rucksäcke, herumliegende Kleidung, Decken und Schuhe hinein zu krabbeln, sowie in Regale und Schubläden zu kriechen und den Inhalt zu erforschen. Dabei kann es vorkommen, dass der eine oder andere Gegenstand umfällt und sie ihre Beute mit in ihre Schlafecken nehmen und dort bunkern. Aber auch Blumentöpfe haben es Frettchen angetan. Es kann vorkommen, dass Frettchen die ganze Erde aus dem Topf graben und im Zimmer wild verteilen. Lassen Sie deshalb lieber keine Blumen auf dem Fußboden stehen. Zum einem kann sich Ihr Frettchen durch seinen Übermut beim Spielen verletzen und zum anderen wäre es schade um die Blumen und Sie müssten die ganze Erde wieder zusammen fegen. Falls die Blumen an den Stellen stehen bleiben sollen, müsste die Blumenerde abgesichert werden. Einige größere Steine auf der Erde oder eine Holzabdeckung darüber reicht in den meisten Fällen aus. Man sollte vor einem Freilauf die Wohnung bzw. das Frettchenzimmer vor möglichen Gefahren absichern. Einige Beispiele finden Sie bei Frettchenhaltung.

Es wird immer gesagt, dass Frettchen sehr gerne an herumliegenden Kabeln knabbern. Dies ist aber nicht so. Frettchen sind zwar Raubtiere und haben ein Raubtiergebiss wie ein Hund oder eine Katze, aber sie knabbern keine Kabel an, die in der Wohnung herumliegen. Es kann schon mal vorkommen, dass Frettchen Möbel wie Sofa und Sessel durch das Spielen etwas beschädigen können. Aber sie machen es sicherlich nicht mit Absicht.

Frettchen spielen in der Zeit in der sie nicht schlafen sehr angeregt und wild miteinander. Dabei ist es typisch, dass sie sich gegenseitig jagen und anspringen. Gelegentliche Bisse in den Nackenbereich können beim Toben vorkommen. Dabei „muckern“ oder „quitschen“ sie manchmal. Durch diese Sprachlaute drücken sie ihre Freude beim Spielen aus. Wenn gerade kein Spielkamerad Lust zum Spielen hat, kann es auch vorkommen, dass Frettchen mit dem Menschen spielen möchten. Dabei zeigen sie die gleichen Spielaufforderungen wie bei ihren Artgenossen. Bei den Aufforderungen legen Frettchen ihren Kopf etwas in den Nacken und tapsen unkoordiniert nach hinten. Dabei wird der aufgeforderte Spielkamerad nicht aus den Augen gelassen. Wenn dieser nicht gleich reagiert, versucht das Frettchen es immer und immer wieder, bis der erhoffte Spielkamerad endlich mit dem Frettchen spielt.

Mit Frettchen kann man auch Spazieren gehen, viele Tiere lieben es sogar. Frettchen sollte man in der Wohnung an das Geschirr gewöhnen. Ein passendes Geschirr gibt es im Tierhandel. Sobald das Geschirr am Körper geduldet wird und es sicher sitzt, kann der erste Spaziergang gewagt werden. Bei den Spaziergängen die Tiere aber bitte anleinen! Es sind Jagdtiere und es besteht die Gefahr, dass sie einer Fährte folgen und für immer verschwinden.

 

 

Erziehung

Junge Frettchen sollten auf jeden Fall erzogen werden, damit das gemeinsame Leben mit den Tieren besser abläuft. Gerade Jungtiere wissen beim Spielen oft nicht, wie weit sie beim Menschen gehen können. Es kann durchaus passieren, dass Frettchen beim Spielen nach der Hand schnappen. In dem Moment ist das Frettchen zu sehr im Spiel vertieft und meint es sicherlich nicht böse, trotzdem muss man es ihm abgewöhnen. Wenn Sie von einem Frettchen gebissen werden, sollten Sie laut „aus“ oder „nein“ rufen, damit merkt das Frettchen langsam, dass es nicht beißen darf. Wenn dies nichts hilft, können Sie das Tier am Nacken packen und leicht schütteln. Danach ist es gut, wenn Sie das Frettchen ignorieren, um nochmals deutlich zu zeigen, dass Sie nicht mit dem Verhalten des Tieres einverstanden waren. Sobald das Frettchen beim Spielen vorsichtiger geworden ist und nicht mehr beißt, sollten Sie es mit einer Vitaminpaste belohnen. Bei älteren Frettchen kann es durchaus etwas länger dauern, bis man ihnen das Beißen abgewöhnt hat. Aber das sollte kein Grund sein, sich gegen ein älteres Frettchen zu entscheiden, mit viel Geduld und Liebe ist einiges möglich.

Eine weitere Erziehungsmaßnahme ist die Stubenreinheit. Nur selten wird ein Frettchen komplett stubenrein, es kann immer wieder passieren, dass ein Haufen daneben landet. Beim Aufstellen von Katzenklos sollten Sie beachten, dass die Klos in der Nähe der Schlafplätze stehen. Der erste Gang nach dem Aufwachen ist meistens auf eine Toilette, wenn keine in der Nähe ist, wird häufig die nächste Ecke gewählt. Mehrere Klos im Zimmer sind ebenfalls sehr hilfreich. Sobald ein Frettchen seine Geschäfte erledigen will, rückt es mit dem Hinterteil in eine Ecke und hält den Schwanz nach oben. Sobald Sie das Frettchen auf frischer Tat erwischen, sollten Sie es am Nacken packen, leicht schütteln und „nein“ sagen, anschließend ins Katzenklo setzen, damit das Tier am richtigen Ort seine Geschäfte erledigen kann. Wenn die Geschäfte am richtigen Ort getätigt wurden, können Sie das Tier mit Vitaminpaste belohnen. Sollte das Frettchen bereits eine Lieblingsecke für seine Geschäfte haben, wo kein Katzenklo steht, ist es ratsam an diese Ecke ein Klo aufzustellen. Wenn dies nicht möglich ist, können Sie die Ecke auch als neue Schlafecke gestalten. Einige Decken hinlegen bewirkt manchmal Wunder, da Frettchen selten in die eigene Schlafecke machen.

Doch welches Katzenstreu ist am besten? Es sollte nicht zu grob sein, da sonst die Gefahr besteht, dass die Tiere etwas davon fressen. Wenn das Katzenstreu zu fein ist, kann es allerdings vorkommen, dass sie es einatmen und einen Niesanfall bekommen. Viele Frettchen lieben es im Katzenklo (vor allem wenn es ganz frisch gemacht wurde) zu spielen. Nicht selten tauchen sie ihre Nase in das Streu und wühlen darin umher oder buddeln und wühlen es mit den Vorderpfoten herum.

 

 

 

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